Schriftgröße 
 |  | 

Häufige Diagnosen

Hier finden Sie exemplarisch einige häufig auftretende Diagnosen aus der Vielzahl von möglichen Erkrankungen am Fuß.

Für weitere Informationen klicken Sie bitte den gewünschen Begriff an:

Hallux valgus

Der Hallux valgus ist wohl die häufigste Erkrankung am Fuß. Er ist gekennzeichnet durch eine Fehlstellung des Großzeh nach innen und das Vortreten des charakteristischen Ballens. Ursachen sind häufig zu enge Schuhe, aber auch Vererbung, insbesondere von der Mutter auf die Tochter, spielt eine Rolle. Frauen sind etwa 10x häufiger betroffen als Männer. In der Regel ist die Ursache der Fehlstellung im Bereich des Mittelfußes zu suchen, in Form eines Metatarsus primus varus (siehe auch operative Therapie).

Krallenzehe

Krallenzehen zählen ebenfalls zu den sehr häufigen Erkrankungen des Vorfußes. Häufig sind sie kombiniert mit dem Hallux valgus oder dem Spreizfuß und müssen daher auch unter dem Gesamtaspekt des Fußes gesehen werden. Die isolierte Betrachtung der Krallenzehe und deren isolierte Therapie sind zum Scheitern verurteilt. Erst wenn der Hallux valgus und die Metatarsalgie beseitigt sind, kann auch die Krallenzehe ausheilen (siehe auch operative Therapie).

Spreizfuß und Metatarsalgie

Eine weitere häufige Erkrankung am Fuß ist der Spreizfuß. Dabei kommt es zu einer Verbreiterung des gesamten Vorfußes, was wiederum zur Folge haben kann, dass die Fußsohle im Ballenbereich stark schmerzhaft wird. Diesen Schmerz der Fußsohle nennt man Metatarsalgie, da die Verursacher des Schmerzes die Mittelfußköpfchen sind. Diese sind häufig im Verhältnis relativ zu lang und durch den Spreizfuß tiefer getreten. Dies nennt man einen metatarsalen Minusindex (siehe auch operative Therapie).

Das Diabetische Fußsyndrom

Dieses Krankheitsbild nimmt aufgrund seiner Komplexität einen besonderen Platz im Bereich der Fußchirurgie ein. Patienten mit diabetischem Fußsyndrom leiden sehr häufig an offenen Stellen oder lange bestehenden Geschwüren am Fuß. Die Gründe hierfür sind meist mannigfaltig, die wesentlichen sind im Folgenden aufgelistet:

 

  • Polyneuropathie (= Nervenleiden)

Patienten mit einem lange bestehenden Diabetes leiden oft an Nervenschäden der unteren Extremitäten. Infolgedessen nimmt das Gefühlsempfinden der Füße und Unterschenkel stetig ab, bis auch das Schmerzempfinden irgendwann erloschen ist. Wenn nun aber der Schmerzreiz als Alarmzeichen fehlt, bemerkt der Pat. Verletzungen des Fußes nicht, welche zwangsläufig zum Aufsuchen eines Arztes und damit zur medizinischen Behandlung geführt hätten. Die Konsequenz sind chronisch-offene Wunden, die sich schlimmsten Falls entzünden können. Greift die Entzündung auf den ganzen Fuß über, drohen Amputationseingriffe.

 

  • Angiopathie (= Gefäßleiden)

 Patienten mit einem Diabetischen Fußsyndrom leiden in bis zu 30 % der Fälle an einer Durchblutungsstörung der Füße. Hierdurch werden einzelne Partien (z.B. Zehen) oder Regionen (Vorfuß/ Rückfuß) des Fußes nicht mehr mit Sauerstoffreichem Blut versorgt und sterben schlimmstenfalls in Form von Gewebezerfalls ab.

 

  • Nephropathie (= Nierenleiden)

Neben dem Krankheitsbefall des Fußes kann der Diabetes-Patient durch einen langen bestehen Diabetes auch ein Nierenleiden entwickeln, welches mehrere Stadien durchläuft. Das Endstadium ist die so genannte Terminale "Niereninsuffizienz" (=absolutes Nierenversagen), in dem die Patienten meist dauerhaft dialysepflichtig werden.

 

Aus dem oben Aufgeführten wird ersichtlich, dass das Krankheitsbild des Diabetischen Fußsyndroms sehr komplex ist und die Behandlung besondere Anforderungen voraussetzt. Daher gehört die Therapie auch selten in die Hände nur eines Arztes. Vielmehr muss der Patient in ein Netzwerk von zusammenarbeitenden Ärzten verschiedener Fachdisziplinen eingebunden werden.

Plattfuß

Der Plattfuß ist eine meist angeborene Fehlstellung die in geringer Ausprägung keine krankhafte Veränderung darstellt, deren Übergänge zu Erkrankungen aber fließend sind. Meist machen sich erste Symptome an der Innenseite des Fußes im Verlauf der Tibialis posterior Sehne bemerkbar. Später können Schmerzen unterhalb des Außenknöchels auftreten. Häufig ist der Plattfuß auch mit einem Hallux valgus kombiniert (siehe auch operative Therapie).

Hohlfuß

Der Hohlfuß ist insgesamt eine eher seltene Erkrankung am Fuß. Auch hier, ähnlich wie beim Plattfuß, sind die Übergänge zwischen einem gesunden Fuß und der Erkrankung fließend. Häufig kann mit unterstützenden Einlagen bei beginnenden Beschwerden Linderung erzielt werden.

x